Beispiele geförderter Projekte

Förderung des liberalen Gedankengutes und der
Menschenrechte


Menschenrechtsbildung an der Pädagogischen Hochschule Luzern


  Im Sinne einer gerechten, friedlichen und nachhaltigen Entwicklung der globalen Gesellschaft erfüllen die Menschenrechte eine Zukunft sichernde Funktion. Sie sind Basis für die Selbstverwirklichung des Individuums, das sich eingebunden in ein Kollektiv versteht und sich bewusst ist, dass die Entfaltung seiner individuellen Lebensplanung und -vorstellungen nur in einer verantwortungsvoll gelebten Beziehung zum Kollektiv möglich ist.
Unsere Stiftung hat mehrere Jahre die Kosten übernommen für zwei Absolventinnen/Absolventen des Ausbildungsganges "Menschenrechtsbildung", die aus Ländern kommen, in denen die Menschenrechtslage problematisch ist. Der Lehrgang wird an der Pädagogischen Hochschule Luzern, im Zentrum für Menschenrechtsbildung (ZMRB) durchgeführt. Die Teilnehmenden werden sorgfältig ausgesucht und sollen nach der Ausbildung als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Menschenrechtsbildung in ihren Herkunftsländern tätig werden.


Hilfe an physisch und psychisch kranke, geistig behinderte, sozial benachteiligte oder alte Menschen, namentlich durch 

  • Unterstützung von Institutionen im In- und Ausland, denen die respektvolle menschliche Pflege und Betreuung ein besonderes Anliegen ist
  • die Förderung von Forschungsprojekten auf dem Gebiete der Psychiatrie und deren Umsetzung in die Praxis im Sinne eines Brückenschlages zwischen Psychiatrie und Intern-Medizin.

Chancen ermöglichen und Sinn stiften für arbeitslose Menschen

   Die Stiftung IPT in Vevey setzt sich seit rund 50 Jahren als Non-Profit-Organisation dafür ein, dass Menschen mit Schwierigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt neue berufliche Perspektiven erhalten. Im Zentrum des Projektes stehen Menschen ohne Anspruch auf Leistungen der Sozialversicherungen. Die Betroffenen sind oft Langzeitarbeitslose, die von der Arbeitslosenversicherung ausgesteuert sind und keine Unterstützung von der Sozialhilfe erhalten. Viele kämpfen mit gesundheitlichen Problemen, die jedoch von der IV nicht anerkannt werden. Das Projekt richtet sich explizit an körperlich und psychisch kranke sowie sozial benachteiligte Menschen. Ohne externe Unterstützung und auf sich allein gestellt sind die Chancen auf eine neue Stelle meist gering. Dadurch verschlechtert sich ihre berufliche, gesundheitliche und persönliche Situation kontinuierlich. Das Projekt «Chancen ermöglichen und Sinn stiften» bietet ihnen individuelle Begleitung in Form von Coaching, Kursmodulen und Praktika für eine nachhaltige berufliche Wiedereingliederung. Im Zentrum steht dabei jeweils die Stärkung der persönlichen Ressourcen des Individuums mit dem Ziel, dass das Selbstvertrauen und die Selbstbestimmung im Leben zunehmen. Der Stiftung ist es in den vergangenen Jahren gelungen, rund 2/3 der begleiteten Personen wieder längerfristig in einen Arbeitsprozess einzugliedern. Eine erfolgreiche Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen und Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt stellt ein hohes Gut in einer solidarischen Gesellschaft dar. Die Ebnet-Stiftung unterstützt das Projekt substantiell.

Bündnis gegen Depression Ostschweiz

  Ziel dieses Projektes ist es, das Wissen von Fachpersonen verschiedenster Richtungen interdisziplinär zu vernetzen und eine Plattform zu bilden zum besseren Verständnis der verschiedenartigen Erscheinungsformen der Depression. Ebenso zentral ist der Ansatz, in der Öffentlichkeit die Kenntnis um die Hintergründe und Erscheinungsformen der Depression zu verbessern. In St.Gallen soll zudem dem Aspekt der Suizidprävention besondere Beachtung geschenkt werden. Verschiedene Kantone haben schon unter Koordination und Mithilfe des Bundesamtes für Gesundheit derartige Grossprojekte umgesetzt. In der Ostschweiz hat der Kanton AR ebenfalls schon erste Schritte gemacht. Im Kanton St.Gallen wurde die Finanzierung – angesichts der angespannten Finanzlage des Kantons – durch den Grossen Rat abgelehnt. Die Ebnet-Stiftung hat  mit dem Kanton eine Fördervereinbarung abgeschlossen, in der sie sich verpflichtet, die fehlenden Mittel – verteilt über drei Jahre - zur Verfügung zu stellen und dies mit der Auflage, dass angestrebt wird, das Projekt über die Kantonsgrenzen hinaus in einem ostschweizerischen Verbund zu realisieren und dass dem Aspekt der Nachhaltigkeit besondere Beachtung geschenkt wird. Dies ist inzwischen geschehen über die Gründung eines "Ostschweizerischen Forums für psychische Gesundheit", dem neben dem Kanton St.Gallen die beiden Appenzell und das Fürstentum Liechtenstein angehören.

Forschungsprojekt zur Entwicklung eines nicht-invasiven Messsystems zur Früherkennung leichter geistiger Beeinträchtigungen und Demenz bei älteren Menschen.  

  In der Schweiz sind aktuell rund 128'000 Menschen von Demenz betroffen. Diese Zahl könnte sich gemäss Alzheimer Schweiz bis im Jahr 2050 fast verdoppeln. Eine frühestmögliche Erkennung präklinischer Symptome von leichten geistigen/kognitiven Beeinträchtigungen (MCI) und Alzheimer Demenz (AD), wird als Grundlage zur Verbesserung der Therapieeffizienz angesehen. Dies soll mittels eines entsprechenden präventiven Screenings von grösseren Gruppen der älteren Bevölkerung geschehen. Gängige klinische Untersuchungsmethoden sind hierfür nicht geeignet, weil sie invasive Probenentnahmen (Blut/Cerebrospinalflüssigkeit), teure bildgebende Verfahren sowie aufwändige neuropsychologische Tests beinhalten.  Ziel des Projektes ist es, mit alternativen Methoden ein nicht-invasives Messsystem zu entwickeln, um präklinische Symptome zu entdecken. Dazu werden Hirnaktivität, Aktivität des autonomen Nervensystems und motorische Bewegungsstörungen erfasst. Untersucht werden ältere Menschen, die gesund sind oder an leichten kognitiven Beeinträchtigungen leiden, und über 65-jährige Personen. Das zu entwickelnde nicht-invasive Messsystem zur Früherkennung leichter geistiger Beeinträchtigungen könnte in Zukunft bei Menschen ab ca. 55 Jahren eingesetzt werden. Das konkrete Ziel ist, die Sensitivität des nicht-invasiven Messsystems bezüglich Erkennung und Vorhersage langfristiger altersbedingter kognitiver Veränderungen zu untersuchen. Die Ebnet-Stiftung übernimmt die Entwicklungskosten des Projekts.

Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften Winterthur (zhaw): Qualitäts- und Prozessoptimierung Klinik Balgrist

  In den Pflegewissenschaften wird seit einigen Jahren im Rahmen von qualitätssichernden Massnahmen mit dem Konzept der „Clinical pathways“ gearbeitet. Es handelt sich um Prozesse, welche – bezogen auf bestimmte Patientengruppen mit gleichartigen Diagnosen (DRG = Diagnostic relates Groups) – Verfahrensabläufe vorgeben, um die Behandlungsqualität auf einem hohen Niveau zu sichern.  In der Schweiz wird in Spitälern bereits mit diesem Instrument gearbeitet.   Neu am Ansatz der zhaw ist der Umstand, dass nicht mehr ausschliesslich ablauforganisatorisch gearbeitet wird, sondern dass sog. pflegegeleitete Patientenpfade entwickelt wurden. Im Zentrum stehen nicht nur Effizienzfragen und Qualitätssicherungsmassnahmen im medizinischen Bereich, sondern die Patientinnen und Patienten und ihr Beziehungsfeld. So hat die zhaw als Vorleistung bereits derartige Patientenpfade entwickelt. Zentral dabei ist, dass bei jedem Behandlungsschritt (Phase vor Eintritt bis nach dem Austritt) die Sichtweise und Problemfelder der Patientinnen/Patienten mit ihrem Bezugsfeld (meist Angehörige) umfassend einbezogen werden. Dieser Ansatz entspricht in einem hohen Masse unserem Stiftungszweck der respektvollen Pflege.  Die Ebnet-Stiftung finanziert die Umsetzungsphase und den Evaluationsprozess. In der dafür abgeschlossenen Fördervereinbarung verpflichtet sich die zhaw, die Ergebnisse auch anderen Pflegeinstitutionen zugänglich zu machen und die Erkenntnisse breit zu publizieren.

 
Altersheim Augiessen, Widnau

  In diesem Altersheim wird – unter finanzieller Beteiligung der Gemeinde Widnau – ein Entlastungsprogramm für Angehörige demenzkranker betagter Personen angeboten. Das Heim übernimmt während ein bis zwei Tagen pro Woche die Pflege dieser Menschen um den Angehörigen die Möglichkeit zu vermitteln, ihre häufig belastende und schwierige Betreuungsfunktion kurzzeitig abgeben zu können,  um so frische Kräfte zu sammeln. Die Ebnet Stiftung finanzierte über eine Fördervereinbarung das Projekt während 3 Jahren. Die Evaluation verlief positiv und die Anschlussfinanzierung ist geregelt.


Förderung und Ausbildung junger Schweizer im Ausland und ihrer Rückkehr in die Schweiz, namentlich durch

  • Finanzierung von Auslandaufenthalten, Studiengebühren, Forschungsprojekten etc
  • Unterstützung von CH-Institutionen im Ausland

Diesen Stiftungszweck verfolgen wir nicht aktiv. Insbesondere nehmen wir keine Unterstützungsgesuche von Einzelpersonen entgegen, die in der Schweiz leben.